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Roratemesse 2010

Roratemesse in St. Johann fand großen Zuspruch



Trotz Dunkelheit, Kälte und Schnee fanden sich am Donnerstagmorgen etwa 50 Kinder und Erwachsene zum adventlichen Rorategottesdienst ein. Kaum eine Werktagsmesse ist so beliebt, denn die warme Stimmung der vielen Kerzen tut wohl. Es tut auch gut, den Tag ganz bewusst mit Gott zu beginnen.
Herr Kaplan Lenz begann die Feier mit dem Ruf „Tauet, Himmel, den Gerechten!“
Diese Verse sind aus dem Buch des Propheten Jesaja entnommen:
„Tauet, ihr Himmel, von oben! Ihr Wolken, regnet herab den Gerechten! Tu dich auf, o Erde, und sprosse den Heiland hervor!“
Tau und Regen, das bringt den Menschen Leben und Wachstum. Und dieses neue Leben und Heil kommt von oben, wird uns von Gott geschenkt! Und gerade an dieses freudige Erlebnis denkt die Kirche, wenn sie Maria ehrt und eine Roratemesse feiert.
Im Anschluss versammelte sich die Gottesdienstgemeinde zum gemeinsamen Frühstück im Jugendheim. Mit frischen Brötchen, duftendem Kaffee und Kakao wärmte man sich auf und jeder konnte in den Tag starten.
Wir danken Herrn Kaplan Lenz für die feierliche Messfeier am Morgen und werden die Roratemesse im nächsten Jahr bestimmt wiederholen.

Pfarrgemeinderat St. Johannes d. Täufer
St. Johann

Von seinem Ursprung her ist der „Rorate-Gottesdienst“ eine Messe, die zu Ehren der Gottesmutter Maria gefeiert wird. Dies gilt es neu zu entdecken, dies dürfen wir uns neu bewusst machen! Jede Messfeier kann mit einem Eröffnungsvers eingeleitet werden. Die Messe zu Ehren Marias im Advent, aber auch die Messe vom vierten Adventssonntag, beginnt mit den Worten „Rorate caeli ...“. Diese Verse sind aus dem Buch des Propheten Jesaja entnommen:
„Tauet, ihr Himmel, von oben! Ihr Wolken, regnet herab den Gerechten! Tu dich auf, o Erde, und sprosse den Heiland hervor!“ (vgl. Jesaja 45,8) Tau, Regen, das bringt den Menschen Leben und Wachstum. Und dieses neue Leben und Heil kommt von oben, wird uns von Gott geschenkt!

Die mütterliche Erde als Bild für Maria

Die Erde wird sich öffnen und das Heil hervorbringen. Denn die Erde, die mütterliche Erde, ist ein Bild für Maria, die der Welt den Heiland geboren hat. Maria, hat den Sohn Gottes in ihrem Schoss empfangen. Daran erinnern wir uns neun Monate vor Weihnachten am Hochfest Verkündigung des Herrn am 25. März und daran erinnert die Liturgie der Kirche immer wieder im Advent, besonders in einem Kehrvers der Tagzeitenliturgie: „Der Engel sprach zu Maria: Gegrüsset seist du, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen“. Maria hat sich für den Willen Gottes geöffnet und liess die Vision des Propheten Jesaja Wirklichkeit werden: „Tu dich auf, o Erde, und sprosse den Heiland hervor“. Ihre Zustimmung ist für die Heilsgeschichte von grosser Bedeutung. Und gerade an dieses freudige Ereignis denkt die Kirche wenn sie Maria ehrt, wenn sie im Advent eine „Rorate-Messe“ feiert.
Die zweifache Dimension der Adventszeit
Die Adventszeit hat eine zweifache Dimension: Die Kirche bereitet sich auf das Geburtsfest des Herrn vor und vertieft gleichzeitig ihre Erwartung der zweiten Ankunft Christi: „Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“ (Vgl. Glaubensbekenntnis) Die Adventszeit ruft in Erinnerung, auf die zweite Ankunft Christi vorbereitet zu sein. Wie in der Österlichen Busszeit werden auch im Advent violette liturgische Kleider getragen. Violett ist die Farbe der Busse und der Umkehr. Wie in der Österlichen Busszeit, wird im Advent das Gloria der Messfeier nicht gesungen. Weil die Adventszeit jedoch auch von der Freude auf das Geburtsfest Jesu Christi durchdrungen ist, fällt im Gegensatz zur Österlichen Busszeit der Halleluja-Ruf vor dem Evangelium nicht weg
.Jesus Christus, das Licht der Welt

Messen zu Ehren Marias können im Advent bis zum 16. Dezember gefeiert werden. Ab dem 17. Dezember bis zum Weihnachtstag feiert die Kirche keine solche „Rorate-Messen“ mehr. Denn diese Tage gelten der unmittelbaren Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Dass das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria („Maria Empfängnis“) in die Adventszeit auf den 8. Dezember fällt, hängt damit zusammen, dass dieses Fest neun Monate vor dem Fest „Maria Geburt“ vom 8. September gefeiert wird. Das erste Marienfest nach Weihnachten wird jedoch bereits schon am 1. Januar, am achten Weihnachtstag gefeiert. Denn immer wieder ehren wir im Kirchenjahr Maria, die Gottesgebärerin, und denken voller Dankbarkeit an die Menschwerdung Christi, die wir durch die Botschaft des Engels erkannt haben und die der Prophet Jesaja angekündigt hat: „Seht, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären. Sein Name ist Immanuel, Gott mit uns.“ (Jesaja 7,14)
Maria hat der Welt das ewige Licht geboren, unseren Herrn Jesus Christus. Dieses Licht möchte in jeder „Rorate-Messe“ neu in die Herzen aller Feiernden hineinleuchten und die Finsternis der Welt hell machen. Daran erinnern die Kerzenflammen in der „Rorate-Messe“. Sie wecken in den Gläubigen die Sehnsucht nach der Vereinigung mit dem einen grossen Licht der Welt, Jesus Christus